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THEMA: Verkehr und Infrastruktur
15.09.2008
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sie kommen doch sicher in den Nationalrat, wenn Sie am 3. Listenplatz kandidieren.
Wie wollen Sie sich für unsere Interessen einsetzen?
Welche Lösungen werden Sie für Pendler vertreten?
16.09.2008
Antwort von Sonja Ablinger

Sonja Ablinger
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers!

Zu Ihrer ersten Frage, wie ich mich für die ÖsterreicherInnen im Parlament einsetzten werde, möchte ich Ihnen eine kurze Darstellung der wichtigsten Positionen und Inhalte geben, um welche ich mich nach dem 28.9.2008 im Parlament einsetzen möchte:

Entlastung: In unserem Entlastungspaket fordern wir: die Halbierung der Mehrwertssteuer, die 13. Kinderbeihilfe auch für Kinder unter 6 Jahren, die Abschaffung der Studiengebühren, die Erhöhung des Pflegegeldes und die weitere Verlängerung der Hacklerregelung. Sichere Pensionen: Die SPÖ steht für die Absicherung des bewährten Umlagesystems und für einen garantierten Ausgleich der Inflation im Zuge der jährlichen Pensionsanpassung. Kinder und Beruf passen in eine Familie: Wir fordern einen weiteren flächendeckenden Ausbau von hochwertigen, bedarfsorientierten und leistbaren Kinderbetreuungsplätzen. Außerdem sollen das einkommensabhängige Kindergeld und der Papamonat, Frauen den Wiedereinstieg vereinfachen, junge Familien unterstützen und Männern eine aktive Vaterschaft ermöglichen. Beste Bildung für alle: Ziel ist ein chancengerechtes und leistungsstarkes Bildungssystem mit freiem Zugang für alle Kinder. Wir fordern ein verpflichtendes, kostenloses Kindergartenjahr und den konsequenten Ausbau der neuen Mittelschule. Frauenpolitik: Wir fordern die Erhöhung der Beschäftigungsquote und die Stärkung der Vollzeitbeschäftigung von Frauen. Alleinerzieherinnen sollen durch eine Reform des Unterhaltsrechts, raschere und höhere Vorschusszahlungen erhalten. Spitzenmedizin sichern: Wir wollen das solidarische Gesundheitssystem erhalten und so rasch wie möglich die Gespräche zur Gesundheitsreform wieder aufnehmen.

Zu Ihrer zweiten Fragen bezüglich der zukünftigen Politik für Pendler und Pendlerinnen möchte ich Ihnen versichern, dass ich mir der Problematik, welche steigende Energie- und Treibstoffkosten vor allem für PendlerInnen mit sich bringen, bewusst bin.

Die SPÖ hat in dieser Legislaturperiode gleich mehrere positive Maßnahmen gegen die Auswirkungen steigender Treibstoffpreise gesetzt. Pendlerpauschale und Kilometergeld wurden sowohl mit 1. Juli 2007 (10%) als auch mit 1. Juli 2008 (15 bzw. 12%) erhöht. Zusätzlich wurde für all jene Personen, die mit einem Einkommen unter 1.130 Euro bisher keinen Zugang zu finanzieller Unterstützung hatten, eine Steuergutschrift von 90 Euro eingeführt. Da unsere Forderung nach einer kontinuierlichen Erhöhung der Pendlerpauschale und des Kilometergeldes nur einen Teil des Problems der steigenden Spritpreise löst, setzte ich mich zusätzlich für eine wirksame Preiskontrolle von Energie- und Treibstoffkosten und den Ausbau des öffentlichen Verkehrs ein. Ziel ist es ein umfassendes Paket wirtschaftlicher und ökologischer Maßnahmen durchzusetzen, das mit effektiven Kontrollen den Wettbewerb verbessert und Spekulationen bekämpft bzw. mit einem umfassenden Nahverkehrsangebot, PendlerInnen eine attraktive Alternative zum PKW bieten kann.

Mit freundlichen Grüßen,

Sonja Ablinger
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THEMA: Bildung und Schulen
27.08.2008
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Als Pädagogikstudentin würde ich gerne wissen, wie Sie als Fachfrau aus der Praxis über die "(Neue) Mittelschule" denken.

Ab welchem Alter sollte - wenn überhaupt - eine Differenzierung zwischen Schulformen/Klassenzügen etc. vorgenommen werden?

Wer sollte über die Aufnahme von SchülerInnen entscheiden und nach welchen individuellen und sozialen Kriterien (Homogenität, Integration...)?

Welche Unterschiede bestehen Ihrer Meinung nach zwischen ländlichen und urbanen (Haupt)schulen?
Insbesondere würden mich dazu Ihre eigenen Erfahrungen interessieren.

Vielen Dank
27.08.2008
Antwort von Sonja Ablinger

Sonja Ablinger
Sehr geehrte Frau Vorname des Fragestellers!

Ich war bis vor kurzem selbst Klassenvorstand in einer Integrationsklasse an der Sporthauptschule in Haid bei Ansfelden. Ich bin - aus Erfahrung - überzeugt vom pädagogischen Konzept der INNEREN statt der ÄUSSEREN Differenzierung. In unserer Klasse unterrichteten wir (in den meisten Stunden jeweils im Team) 18 SchülerInnen, die von ihren formalen Zuordnungen AHS-Reife, Hauptschule Reife bzw. sonderpädagogischen Förderbedarf in einzelnen Fächern mitbrachten.

Diese bunte Mischung fordert natürlich heraus. Klassischer Frontalunterricht ist da natürlich nicht möglich (abgesehen, dass ich das als Lehrerin selbst als langweilig erachte). Wir unterrichteten viel mit "Stationenlernen", Kleingruppen mit innerer Differenzierung, eigenverantwortlichem Arbeiten. Die SchülerInnen können so sehr viel voneinander, aber auch ich als Lehrerin profitieren. Die SchülerInnen, die mit manchen Aufgaben schneller fertig waren, konnten anderen helfen und sich für sich selbst den Unterrichtsstoff nochmals wiederholen oder schon zusätzliche Aufgaben sich suchen. Das soziale Gefüge in der Klasse ist sehr stabil und gerade in der sozialen Kommunikation haben alle große Fortschritte gemacht.

So gesehen bin ich überzeugt, dass durch eine Differenzierung in Schultypen im Alter von elf Jahren - wie es jetzt der Fall ist - viel an Kreativität und Entwicklungspotential von Kindern verloren geht. Die Unterschiedlichkeit halte ich - aus Erfahrung - für eine Bereicherung. Gerade weil man sicher nicht entscheiden kann, wie sich ein 10jähriges Kind entwickeln wird - wenn es entsprechend gefordert und gefördert wird, liegt in einer gemeinsamen Schule die große Chance. So gesehen ist sicher die ländliche Hauptschule noch besser durchmischt als in manchen städtischen Zentren.

Aber insgesamt gilt: "auf die Mischung kommt es an"!

Mit herzlichen Grüßen

Sonja Ablinger
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