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Tag: Eltern

Es sind 44 Fragen vorhanden:

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THEMA: Familie
15.12.2015
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrte Frau Mag.a Schwentner,

als Mutter in Elternteilzeit und Juristin, die auch beruflich teilweise mit Fragen befasst ist, die mit dem Thema Elternteilzeit zu tun haben, habe ich die Entwicklung der aktuellen Änderungen bei der Elternteilzeit interessiert verfolgt.

Ich denke, dass vor allem Väter, die sich ebenfalls an der Kinderbetreuung beteiligen möchten, etwa in der Form das Abholen der Kinder vom Kindergarten einmal pro Woche zu übernehmen durch die Mindestreduktion der Arbeitszeit diskriminiert werden. Es ist leider so, dass es in der Arbeitswelt immer noch nicht akzeptiert wird, dass auch Väter Karenz oder Elternteilzeit im selben Ausmaß wie Mütter in Anspruch nehmen.

Nun aber zu meiner eigentlichen Frage. Aus meinem Bekanntenkreis sind schon sehr viele Fragen an mich herangetragen worden seit die Änderungen in den Medien kursieren. Ich kenne auch viele Frauen, die bereits vor den Kindern Teilzeit gearbeitet haben. Wie ist die Reduktion von 20% der Normalarbeitszeit im Gesetz gemeint? Muss diese von der individuellen Normalarbeitszeit oder der jeweiligen allgemeinen Normalarbeitszeit des geltenden Kollektivvertrags berechnet werden?

Vielen Dank im Voraus,
Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers
21.12.2015
Antwort von Judith Schwentner

Judith Schwentner
Sehr geehrte Frau Vorname des Fragestellers!

Entschuldigen Sie meine verspätete Antwort, die Hektik der letzten Tage war zu groß:-)
Auf jeden Fall Danke für Ihre Nachfrage. Wir interpretieren das Gesetz so, dass die 20%-ige Mindestreduktion die individuelle Normalarbeitszeit betrifft.
Deshalb auch unsere Kritik: denn wer vor dem Antritt der Elternteilzeit bereits in Teilzeit gearbeitet hat, muss seine Arbeitszeit nochmals um 20% reduzieren.
Das ist nicht im Sinne einer Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Berufsleben.

mit besten Grüßen
Judith Schwentner
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THEMA: Familie
13.12.2015
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrter Hr. Abgeordneter!

Ihre Initiative betr. Änderung des Mutterschutzgesetzes (Karenz für Adoptiv- bzw. Pflegemutter) hat endlich zum Erfolg geführt. Jedenfalls super Ergebnis, aber: Was soll die Einschränkung zur Wirksamkeit auf ein erst ab 1.1.2016 geborenes Kind?
Ich sehe schon ein, dass derartige Bestimmungen nicht rückwirkend greifen können und sicher auch nicht zu praktizieren sind, aber , warum soll eine angesprochene Mutter, welche 2016 sich dazu entschließt eine derartig Aufgabe auf sich zu nehmen vor die Entscheidung gestellt werden auf das Geburtsdatum des Kindes zu achten? Sind dann Kinder, welche vor dem Jahreswechsel geboren sind "weniger" wert? Nicht jeder Dienstgeber reagiert auf derartige Entscheidungen von Frauen familienfreundlich und sucht Lösungen für einen Wiedereinstieg!

Können Sie mir die Motive (Einschränkung der ab 1.1.2016 geborenen Kinder) dafür nennen? Welche Interessen waren dabei zu befriedigen?

Vielen Dank für eine Antwort

Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers
12.01.2016
Antwort von Nikolaus Scherak

Nikolaus Scherak
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers!

Es scheint ein juristisches Missverständnis vorzuliegen. Weder unsere ursprüngliche Initiative, noch die im Dezember beschlossene Regierungsvorlage, sehen vor, dass Adoptiv- bzw. Pflegeeltern nur in Karenz gehen können, wenn das entsprechende Adoptiv- bzw. Pflegekind ab dem 1.1.2016 geboren wurde, sondern, dass der Karenzanspruch gegeben ist, wenn die Adoption oder die Übernahme des Pflegekindes ab dem 1.1.2016 stattfindet.

Mit freundlichen Grüßen

Nikolaus Scherak
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THEMA: Familie
08.09.2015
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehter Hr. Minister!

Derzeit gibt es für Pflegeeltern keinen Anspruch auf Karenz ohne Adoption.

Angeblich ist seit Längerem eine Gesetzesänderung geplant, wonach generell ein Anspruch auf Karenz geschaffen werden soll.

Entspricht dies den Tatsachen?

Falls ja, wann und mit welcher Wirkung ist damit zu rechnen?
Was spricht derzeit dagegen?

Vielen Dank für eine Antwort.


Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers
23.09.2015
Antwort von Rudolf Hundstorfer

Rudolf Hundstorfer
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers,

derzeit gelten die Karenzbestimmungen des Mutterschutzgesetzes und des Väterkarenz-Gesetzes nur dann, wenn Sie ein Kind adoptieren oder es mit der Absicht es zu adoptieren in unentgeltliche Pflege nehmen. Das Kind muss also von den leiblichen Eltern bzw. von der Jugendwohlfahrtsbehörde zum Zweck der Adoption den künftigen Adoptiveltern übergegeben worden sein.
Das Arbeitsprogramm der Bundesregierung für die Jahre 2013 bis 2018 sieht vielfältige Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie vor, unter anderem ist die Einbeziehung der Pflegeeltern in das Mutterschutzgesetz / Väterkarenzgesetz bei unentgeltlicher Pflege auch ohne Adoptionsabsicht geplant. Bisher konnte jedoch keine Einigung zwischen den Sozialpartnerorganisationen erzielt werden.

Ich darf Ihnen versichern, dass ich mich auch weiterhin für die Umsetzung dieses Vorhabens einsetzen werde.

Mit freundlichen Grüßen,
Rudolf Hundstorfer
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