Fragen

Geben Sie hier einfach Ihren Namen und E-Mail Adresse an, um benachrichtigt zu werden, sobald eine Antwort zur Frage vorliegt:


Mit folgendem Link können Sie die Frage/Antwort direkt aufrufen:

Fragen werden nach folgenden Kriterien gefiltert:

Tag: Pensionen

Es sind 344 Fragen vorhanden:

Seiten (115): [1] 2 3 4 nächste » ... letzte »
THEMA: Senioren
30.08.2016
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrter Herr Bundesminister!

Ich habe neben meiner Tätigkeit als pragmatisierter oö. Landeslehrer (seit 2011 bin ich als solcher pensioniert) in einigen Jahren (2000 ff) als Vertragslehrer stundenweise zusätzlich auf Bundesschulen (HBLW, HTL) unterrichtet. Dort war ich ASVG versichert und es wurden Pensionsbeiträge abgeführt, ich habe aber keinen eigenen Pensionsanspruch erworben. Meine Frage an sie lautet daher: Was geschieht mit meinen Pensionsbeiträgen? Kann ich mir diese auszahlen (erstatten) lassen oder kann ich sie mir an meine pensionsauszahlende Stelle überweisen lassen, damit sich meine derzeitige Pension als Landeslehrer leicht erhöht?
Mit bestem Dank im Voraus und schönen Grüßen,
Vorname des Fragestellers Perr
21.09.2016
Antwort von Alois Stöger

Alois Stöger
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers,

zunächst darf ich Ihnen bestätigen, dass Sie auf Grund Ihrer neben dem pragmatisierten Lehrerdienstverhältnis ausgeübten Tätigkeit als Vertragslehrer zusätzlich zur beamtenruhegenussrechtlichen Absicherung auch in die gesetzliche Pensionsversicherung nach dem ASVG einzubeziehen waren.

Da es sich bei der Beamtenruhegenussversorgung und dem System der gesetzlichen Pensionsversicherung um zwei völlig voneinander getrennte Systeme mit unterschiedlichen Regelungen hinsichtlich der Leistungsbeanspruchung bzw. der Leistungsberechnung handelt, können allerdings Ihre während dem Beamtendienstverhältnis parallel im ASVG erworbenen Zeiten bei Ihrem Beamtenruhegenuss nicht berücksichtigt werden. Eine Verzahnung dieser beiden Systeme ist nicht gegeben und es besteht daher keine „systemübergreifende“ Möglichkeit einer Erhöhung eines Beamtenruhegenusses auf Grund einer zusätzlichen ASVG-Pensionsversicherung.

Es kommt aber durchaus in Betracht, dass neben der „Beamtenpension“ auch ein Pensionsanspruch aus der gesetzlichen Pensionsversicherung lukriert wird. Das ist dann der Fall, wenn auch die gesetzlich geforderten Anspruchsvoraussetzungen (Wartezeit) für eine Pension aus der gesetzlichen Pensionsversicherung erfüllt werden. Zur Abklärung der Realisierbarkeit einer ASVG-Pension darf ich Ihnen eine Kontaktaufnahme mit der Pensionsversicherungsanstalt empfehlen, die Sie gegebenenfalls auch über die Möglichkeit der Weiterversicherung im ASVG informieren wird.

Letztlich muss ich noch die Frage nach einer Erstattungsmöglichkeit der in der gesetzlichen Pensionsversicherung geleisteten Beiträge verneinen, da in der Sozialversicherung eine Rückerstattung von Sozialversicherungsbeiträgen, die rechtens, also auf Grund einer gesetzlichen Verpflichtung bzw. Berechtigung entrichtet wurden, von Gesetzes wegen nicht vorgesehen ist. Diese Regelung findet ihre Erklärung darin, dass die Sozialversicherung eine Art Riskengemeinschaft von Angehörigen desselben Berufsstandes ist, die die Absicherung des Einzelnen übernimmt. Über den individuellen Interessen stehen die Gemeinschaftsinteressen, der in dieser Solidaritätsgemeinschaft zusammengeschlossenen Personen. Streng genommen stehen die Beiträge auch gar nicht mehr zur Verfügung, da die Finanzierung der Pensionsversicherung im Wege des Umlageverfahrens erfolgt. Ausnahmen gibt es nur in den speziellen Fällen der "Beamtenkarenz" und beim Einkauf von Schul- bzw. Studienzeiten, wenn diese nicht anspruchs- bzw. leistungswirksam sind.

Es ist mir klar, dass Sie diese Antwort nicht zufriedenstellen wird. Es wird aus Fällen wie diesen offensichtlich, dass nur ein für alle Gruppen einheitliches Pensionssystem am Ende des Tages auch ein gerechtes ist, weswegen ich froh bin, dass die Harmonisierung der Pensionssysteme mittlerweile weit fortgeschritten ist, um viele Ungerechtigkeiten auf Dauer zu beseitigen.

Mit freundlichen Grüßen
Alois Stöger
Drucken   E-Mail   Link
Facebook   Twitter
lesenswert (2) Empfehlungen
THEMA: Soziales
28.07.2016
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sg.Hr.Minister
Habe 209 Monate (109 Beitragsm.Erwerbst. u 100 m Ersatzm.) zur Pension,bekomme aber keinen cent!
Da ich als Mutter 3 Kinder (1975, 1980 u 1989 geb)aufgezogen, und alle studieren habe lassen,war ich länger nicht im Arbeitsprozess und habe dadurch nicht die volle Pensionsberechtigung erreicht !
Meine Arbeitskollegin konnte ,da sie keine Kinder hatte mit 55 J. mit vollen Bezügen in Pension gehen. Meine Kinder tragen zu ihrer Pension mit ihren Beiträgen bei ! 3 Akademiker !
Jeder ,dem ich das erzähle schüttelt nur den Kopf...
Wäre nicht für jene Mütter , die nicht die erfordrlichen Jahre zur Pension erreichen, eine kleine Entschädigung gerecht!
.
Hochachtungsvoll
Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers
08.08.2016
Antwort von Alois Stöger

Alois Stöger
Sehr geehrte Frau Vorname des Fragestellers,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich gebe Ihnen völlig Recht, dass die Betreuung und Erziehung der Kinder ein unmessbar wertvoller Beitrag für unsere Gesellschaft sind. Aus diesem Grund anerkennt der Gesetzgeber im Bereich der Pensionsversicherung schon seit Langem die mehrfache Belastung, der berufstätige Frauen durch die zusätzliche Führung des Haushaltes und durch die Erziehung ihrer Kinder unterliegen. Deshalb können Zeiten der Kindererziehung grundsätzlich unter bestimmten Voraussetzungen beitragsfrei als Pensionsversicherungszeiten angerechnet werden.
Das heißt, dass man für Kindererziehungszeiten Versicherungsmonate sammeln kann, ohne selbst einen finanziellen Beitrag entrichten zu müssen.

Genauere Informationen dazu finden Sie hier: https://www.help.gv.at/Porta...27/Seite.270215.html

In der gesetzlichen Pensionsversicherung muss aber nach wie vor auch der Grundsatz zur Anwendung kommen, dass Eigenpensionen nur an solche Personen erbracht werden können, die im Rahmen der Riskengemeinschaft durch ihre Beiträge zur Finanzierung dieser Leistungen beigetragen haben. Es ist grundsätzlich ein durch den Solidaritätsgedanken geprägter Zusammenhang zwischen den Beiträgen und Leistungen erforderlich. Maßstab dafür ist regelmäßig das aus eigener Erwerbstätigkeit erzielte Einkommen und die danach entrichteten Beiträge. Die Erfüllung der gesetzlich vorgesehenen Wartezeit durch Nachweis einer bestimmten Anzahl an Versicherungs- bzw. Beitragsmonaten ist daher für jeden Leistungsanspruch aus der Pensionsversicherung Voraussetzung.

Zur Vollständigkeit ist anzumerken, dass für einen Pensionsanspruch fehlende Versicherungsmonate auch in Form einer freiwilligen Weiterversicherung erworben werden können. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie beim zuständigen Pensionsversicherungsträger, zumal nur bei diesem Ihr persönlicher Versicherungsverlauf EDV-mäßig gespeichert und abrufbar ist.

In dem Wissen, Ihr Anliegen nicht unmittelbar einer Lösung zuführen zu können, hoffe ich dennoch, Sie ausreichend informiert haben zu können.

Mit freundlichen Grüßen
Alois Stöger
Drucken   E-Mail   Link
Facebook   Twitter
lesenswert (8) Empfehlungen
THEMA: Soziales
19.05.2016
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrter Herr Minister Stöger,

Der Kinderzuschuss von 29,07 Euro zur Pension ist seit Jahren vom Gesetzgeber unverändert belassen worden-
warum?-
und wieso wird dieser Betrag erst ab 360 Monaten Beitragszeit ausbezahlt bzw. nach tatsächlichen Monaten berechnet?

Über eine baldige Antwort würde ich mich freuen

MFG
Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers
18.07.2016
Antwort von Alois Stöger

Alois Stöger
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers,

zu jeder Eigenpension gebührt für jedes Kind des Pensionisten /der Pensionistin auf Antrag ein Kinderzuschuss, unabhängig davon, wie viele Versicherungs- bzw. Beitragsmonate für den Pensionsanspruch erworben wurden. Für ein und dasselbe Kind wird er nur einem Elternteil gewährt. Die Höhe des Kinderzuschusses beträgt einheitlich € 29,07 monatlich. Er gebührt auch zu den Pensionssonderzahlungen (13. und 14. Pension).

Der Kinderzuschuss stellt einen „Zuschuss“ zur Pension in Form eines Fixbetrages dar und ist somit kein Pensionsbestandteil. Als solcher unterliegt er daher auch keiner Valorisierung.
Die Höhe dieses monatlichen Fixbetrages wurde im Jahr 1993 mit ATS 300,– einheitlich festgelegt. Mit dem Budgetbegleitgesetz 2001 wurde der Kinderzuschuss ab 01.01.2001 auf ATS 400,– einheitlich erhöht. Mit der Einführung des Euro wurde dieser Schillingbetrag in den bis jetzt geltenden Eurobetrag von € 29,07 umgerechnet.

Mit freundlichen Grüßen,
Alois Stöger
Drucken   E-Mail   Link
Facebook   Twitter
lesenswert (6) Empfehlungen
Seiten (115): [1] 2 3 4 nächste » ... letzte »