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Tag: Rauchen

Es sind 28 Fragen vorhanden:

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THEMA: Gesundheit und Sport
13.06.2016
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrter Herr Dr. Rasinger,

Ich habe an die Frau Gesundheitsminister eine Anfrage wegen Rauchverboten an Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel, insbesondere Bus und Straßenbahn, gestellt. In ihrer Antworthttp://www.meinparlament.at/frage/10416/ wurde darauf verwiesen, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt die entsprechenden parlamentarischen Mehrheiten nicht vorliegen. Die Antwort, die ein "BürgerInnenservice" im Namen der Frau Bundesminister verfasst hat, lässt offen, von welcher Seite der beiden Regierungsparteien die Zustimmung zu diesem sinnvollen Verbot fehlt.

Ich denke, dass Ihnen als Arzt die Schädlichkeit des Rauchens, auch des Passivrauchens sehr bewusst ist. Falls es so sein sollte, dass einige Ihrer Parteikollegen diesem Anliegen nicht zustimmen sollten, wäre es nicht eine wichtige Aufgabe Ihrerseits, aufklärend auf Ihre Kollegen und Kolleginnen einzuwirken. Falls die mangelnde Mehrheit nicht an den ÖVP-Abgeordneten liegen sollte, so werden Sie in der Person der Frau Bundesminister sicher eine hilfreiche Partnerin zur Mehrheitsfindung haben.

Welche Schritte gedenken Sie zu unternehmen, damit der Nichtraucherschutz auch in diesem Bereich durchgesetzt werden kann?

Mit freundlichen Grüßen

Vorname des Fragestellers Vorname des Fragestellers
  Antwort von Erwin Rasinger ist noch ausständig
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THEMA: Gesundheit und Sport
31.05.2016
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Sehr geehrte Frau Mücksteiin,
warum sind Sie so vehement gegen die E-Zigarette, wenn bereits sehr viele Studien besagen, dass die Gefährlichkeit nur zwischen 1 und 5 % von der Tabakzigarette liegt?
Und warum sagen Sie, dass Jugendliche von der E-Zigarette auf Tabakzigaretten umsteigen, obwohl auch einige Studien das bereits widerlegen. Wie die vor kurzen erschienene englische Studie zu dem Thema sagt ist die E-Zigarette ein Segen für die Menschheit, weil sie viele Rauchertode verhindern kann. Insofern wäre eine Werbung für die E-Zigarette von Nöten, nicht deren Brandmarkung, wie es gerade in Österreich praktiziert wird.

siehe auch folgende Studien:
https://www.gov.uk/governmen...s-an-evidence-update
https://www.rcplondon.ac.uk/...cco-harm-reduction-0
wie auch die 199 zusammen getragenen Studien (Stand 07/2015) auf
http://blog.rursus.de/2015/...tte-stand-juli-2015/
http://www.spiegel.de/gesun...ziner-a-1089770.html

Weiters verweise ich auf den Artikel im Wikipedia,https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrische_Zigarette im Anhang finden Sie nochmals 100 weitere Studien dazu, die ebenfalls positiv sind.
03.06.2016
Antwort von Eva Mückstein

Eva Mückstein
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers,

vielen Dank für Ihre Anfrage zu E-Zigaretten, die ich gerne beantworte.

Mir ist bewusst, dass je nach Interessenlage sehr unterschiedliche Studien herangezogen werden, um die jeweiligen Interessen zu untermauern. Eine unabhängige Quelle ist die Cochrane Library, wo systematische Übersichtsarbeiten, sog. Cochrane Reviews, zu finden sind, die Studien und Forschungsergebnisse zu spezifischen gesundheitlich relevanten Themen zusammenfassen. Chochrane Österreich (Donau-Universität Krems) betreibt die Seite http://www.medizin-transparent.at Auf dieser Website können Sie eine wissenschaftliche Einschätzung zur E-Zigarette nachlesen.

Eine kurze Zusammenfassung der Einschätzung von „Medizin transparent“: elektronische Zigaretten sind möglicherweise weniger schädlich als Tabakrauch, die wissenschaftliche Datenlage ist nicht ausreichend, um eine gesicherte Aussage treffen zu können, weil Langzeitstudien fehlen; die Inhaltsstoffe bei E-Zigaretten sind extrem unterschiedlich, ihre langfristige Wirkung unbekannt; E-Zigaretten imitieren das Verhalten der RaucherInnen; eine weitere Möglichkeit, ungesunde Mittel zu sich zu nehmen; E-Zigaretten könnten mehr Menschen dazu bringen, etwas zu rauchen;

Fazit: „Trotz allem werden starke Raucher davon profitieren, wenn sie die E-Zigarette ausprobieren, denn wenn sie dadurch die Tabakzigaretten nur etwas reduzieren, haben sie aller Wahrscheinlichkeit etwas für ihre Gesundheit getan. Das liegt aber nicht daran, dass E-Zigaretten vollkommen harmlos sind, sondern an der starken Gesundheitsgefährdung, die von Tabakzigaretten ausgeht.“

All dies sind sehr gute Gründe, dass das sog. Dampfen dem Rauchen gleich gestellt wird, was durch Tabaknovelle, durch die insbesondere die EU-Tabakrichtlinie in nationales Recht umgesetzt wurde, geschehen ist. Es ist ja nicht so, dass das Dampfen verboten worden ist, sondern eben nur der Tabakzigarette gleichgestellt wurde. In diesem Sinne ist auch das erst Anfang Mai ergangene Urteil des Europäischen Gerichtshofs ausgefallen, welches die EU-Tabakrichtlinie bestätigt hat. Auch ist bei der Einführung von neuen Produkten der Gesundheits-, Jugend- und KonsumentInnen-Schutz in den Mittelpunkt zu stellen - auch dies ist Aufgabe einer verantwortungsvollen Politik.

Wie bereits erwähnt gibt es im Internet jede Menge Studien in unterschiedlicher Qualität zu diesem Thema. Ihr Urteil müssen Sie sich selbst bilden. Wir Grünen gehen - so wie die WHO - davon aus, dass E-Zigaretten keine "gesunde" Alternative zum Rauchen sind, und vor diesem Hintergrund ist auch unsere Presseaussendung zu verstehen. Wir möchten nochmals betonen, dass es nicht um ein Verbot der E-Zigarette (oder der Tabakzigarette) geht, sondern um den sicheren Zugang zur und den informierten Umgang mit der E-Zigarette.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit meine Position ein wenig näher bringen und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Eva Mückstein
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THEMA: Gesundheit und Sport
31.05.2016
Frage von Name des Fragestellers Name des Fragestellers
Wann kommt das Rauchverbot an allen Haltestellen des öffentlichen Verkehrs? Nicht nur für Kinder, die auf den Bus zur Schule warten, ist es unzumutbar, dem Rauch ausgesetzt zu sein. Auch als erwachsener Nichtraucher hat man manchmal nur die Wahl zwischen Passivrauchen und im Regen zu stehen.
Im Gegensatz zu Lokalen, kann man sich oft nicht aussuchen, wo man auf den Bus wartet.
Ein derartiges Verbot wäre ein wichtiger Schritt für die Volksgesundheit.
13.06.2016
Antwort von Sabine Oberhauser

Sabine Oberhauser
Sehr geehrter Herr Vorname des Fragestellers!

Vielen Dank für Ihre Nachricht an Frau Bundesministerin Dr.in Sabine Oberhauser, MAS. Dem Bundesministerium für Gesundheit ist es ein Anliegen, einen möglichst umfassenden NichtraucherInnenschutz zu gewährleisten. Aus diesem Grunde wurde mit den Novellen zum Tabakgesetz vom August 2015 und jüngst vom Mai 2016 der Schutz vor unfreiwilliger Passivrauch- bzw. auch Passivdampfexposition neuerlich ausgeweitet. Mit dem absoluten Rauchverbot in der Gastronomie (ab Mai 2018) verbessern wir den gesundheitlichen Schutz von Kindern, Jugendlichen, chronisch Kranken, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Gerade Gastronomie-MitarbeiterInnen sind besonders belastet, aber auch viele Jugendliche sollen weniger Gelegenheit zu rauchen haben, denn weniger Möglichkeiten führen zwangsläufig zu einer Reduktion des Konsums. Aktuell mit 21. Mai 2016 wurde im Rahmen der Erfordernisse zur Umsetzung der EU-Tabakprodukterichtlinie in nationales Recht, konkret dem österreichischen Tabak- und NichtraucherInnenschutzgesetz (TNRSG), auch die sogenannten "verwandten Erzeugnisse" (darunter fallen u.a. die Wasserpfeifen, E-Zigaretten) in die geltenden Rauchverbots- und NichtraucherInnenschutzbestimmungen miteinbezogen.

Das TNRSG zielt seiner grundsätzlichen Ausrichtung nach auf Rauchverbote primär in öffentlichen Gebäudeeinrichtungen. Für eine gänzlich rauchfreie Umgebung, also auch außerhalb geschlossener Räumlichkeiten (wie die von Ihnen angesprochenen Haltestellen, aber auch offene U-Bahn- und Bahnhofszugänge, Gastgärten etc.), konnte sich der Gesetzgeber bislang nicht einigen. Einzelne besonders wichtige Teilbereiche, wie konkret etwa ein Rauchverbot auf allen Schulfreiflächen, hat der Gesetzgeber jüngst gesetzlich berücksichtigt. Natürlich wirkt jedoch das BMG dort, wo im Sinne der Gesundheit der Bevölkerung sinnvoll, auf einen weiteren Ausbau des NichtraucherInnenschutzes hin; zu beachten gilt es in diesem Zusammenhang aber auch, dass zur Beschlussfassung von Rauchverbotsbestimmungen die entsprechenden parlamentarische Mehrheiten notwendig sind, diese im gegenwärtigen Zeitpunkt aber nicht vorliegen.

Mit freundlichen Grüßen

BürgerInnenservice
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